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8 Richtlinien zur Wohnungshaltung von Katzen.

 

Wann immer man sich entscheidet ein Haustier in seine Familie aufzunehmen, entscheidet man sich seinen Lebensraum mit diesem zu teilen. Folglich sollte er nicht nur menschengerecht, sondern auch tiergerecht gestaltet sein. Ich weiß, es gibt Leute die dies übertrieben finden, es ist ja nur ein Tier. Aber ich finde es nur fair, denn wir sind ja am längeren Zügel. Ist es da nicht unsere Pflicht, wie auch bei einem Kind, unser Bestes zu geben um diesem ein möglichst angenehmes und schönes Leben zu ermöglichen?

 

Es gibt so ein paar Richtlinien in Sachen Wohnungshaltung. Und ja, so wie wir Menschen, sind auch unsere Katzen alle verschieden. Sie haben verschiedene Vorlieben, verschiedene Charaktere. Deshalb sind es ja auch nur Richtlinien. Es ist aber immer klug, sich fürs Erste an solche zu halten. Und im Laufe des Zusammenlebens merkt man dann schon, was man vielleicht weg lassen kann oder wovon man mehr braucht.

 

 

Katzen sind keine Einzelgänger, sondern lediglich Einzeljäger.
Katzen sind keine Einzelgänger, sondern lediglich Einzeljäger.

  

1. Ein Zimmer pro Katze.

Man sollte pro Katze mindestens ein Zimmer haben, damit die Tiere genug Bewegungsraum haben und sich gegebenfalls auch mal zurückziehen können. Das heißt für ein Minimum an zwei Wohnungskatzen mindestens eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Nun gibt es aber natürlich auch Lofts, oder Wohnungen die eine derart riesige Wohnküche haben oder einen gigantischen Flur der locker auch als Zimmer durchgeht. Da kann man schon mal ein Auge zudrücken. Besonders wenn alles katzengerecht gestaltet ist und man idealerweise auch noch einen katzensicheren Balkon zur Verfügung stellen kann.

 

 

2. Immer ein Katzenklo mehr als Katzen vorhanden sind.

Klingt albern. Aber Katzen können sehr penibel sein, wenn es um ihre Pinkelbude geht. Und Katzenpipi will man nun wirklich nicht wo anders als im Katzenklo haben, dieser hat nämlich einen unschönen unverkennbaren Geruch. Auch sollte man besser auf offene Toiletten zurückgreifen oder mindestens die Schaukeltüren vom Haubenklo entfernen. Wichtig ist, dass die Schale hoch genug ist, damit man genug einstreuen kann und die Katze schön buddeln kann ohne dass gleich die gesamte Wohnung eingesaut ist. Beim Streu kann man nach Belieben gehen, nach jahrelanger Katzenhaltung habe ich alle Streus durch und empfinde für mich und meine Tiere ein klumpendes Ökostreu mit neutralem, unparfürmiertem Geruch am angenehmsten. Auch sollte das Katzenklo unbedingt ausreichend groß sein, denn sonst fällt gerne mal ein Häufchen raus, oder beim Steilpinkeln wird rausgeschossen. Wer gerne zweckentfremdet findet sicherlich auch Wäschekörbe oder Wannen beim schwedischen Möbelhaus, die man prima umfunktionieren kann.

 

 

Auch wenn sie gerne zusammen liegen, sollte pro Katze mindestens ein Kratzbaum zur Verfügung stehen.
Auch wenn sie gerne zusammen liegen, sollte pro Katze mindestens ein Kratzbaum zur Verfügung stehen.

 

3. Pro Katze ein Kratzbaum.

Mindestens. Man kann da aber auch noch sehr schön kreativ werden und Catwalks aus Hängeregalen bauen, so dass die Katze am Ende einen ganzen Parcour an der Wand hat. Rauf auf den Kratzbaum, über den Schrank, über den Catwalk, über die Kommode, rauf auf den nächsten Schrank, noch ein Kratzbaum, und wieder auf den Boden. Grandios für Stubentiger, glauben Sie mir. Und für den Menschen auch. Man kann das ja auch in schick machen und es ist einfach cool zu beobachten wie viel Spaß die geliebten Tiere damit haben. Außerdem lieben Katzen das erhöhte Liegen und Beobachten. Und man bietet besser im Voraus genügend an als sich im Nachhinein über die Kratzer an der Tapete zu ärgern.

 

 

4. Den Trinknapf nicht direkt beim Futter.

Beim Trinken sind Katzen speziell. Sie trinken eigentlich nicht allzu viel, denn von Natur aus holen sie sich die meiste Feuchtigkeit aus ihrer Nahrung. Deswegen sollte man auch lieber nur Nassfutter füttern und Trockenfutter maximal als Leckerli geben, zum Beispiel indem man es in einem Futterbaum zum Pföteln anbietet. Gut ist es auch, dass Trinken interessant und schmackhaft zu gestalten. Ich habe über die Jahre immer wieder beobachtet dass meine Katzen lieber aus Keramik als aus Edelstahl trinken. Auch gibt es viele tolle Trinkbrunnen-Modelle auf dem Markt, die bei vielen Katzen sehr beliebt sind. Manche mögen auch gerne etwas, sagen wir, Geschmack im Wasser. Ein paar Steine. Ein paar Wasserlinsen. Für viele Katzen der Hit. Idealerweise haben die Katzen am Ende zwei Trinkquellen zur Verfügung, eine am beliebtesten Aussichtsplatz und eine am meist benutzten Durchgangsweg.

 

Mit einem Kompagnon macht das Spielen gleich doppelt Spaß.
Mit einem Kompagnon macht das Spielen gleich doppelt Spaß.

 

5. Spielzeug.

Alles was kullert, knistert, raschelt oder ruckartige Bewegungen machen kann, finden Katzen superinteressant. Spielangeln. Bällchen mit oder ohne Schienen. Automatisiertes Spielzeug, wie den flatternden Schmetterling. Aromatisiertes Spielzeug mit Katzenminze oder Baldrian, zum Beispiel Schmusekissen oder sogenanntes Catnip-Spielzeug.

Selbstgebasteltes, zum Beispiel Korken an einer Paketschnur. Oder einfach nur einen Karton aufstellen und mit zwei Eingängen versehen. Sooo vieles ist bei Katzen willkommen. Bei den oft beliebten Laserpointern gibt es Erfahrungen eines gewissen Suchtverhaltens, wie bei den Balljunkies unter den Hunden. Ich habe diese nie benutzt, daher kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber man sollte es mit Vorsicht genießen.

 

 

6. Sicherheit.

Wenn die Katzen das Glück haben, dass ihre Besitzer einen Balkon ihr eigen nennen, sollte dieser bitte katzengerecht gesichert sein. Liegt die Wohnung nahe am Boden, werden die Katzen sonst womöglich doch noch zu Freigängern, liegt sie weiter oben, könnte das sehr tödlich für die Tiere enden. Katzen landen zwar immer auf den Pfötchen, aber nur wenn es im Rahmen ihrer Sprungfähigkeit liegt und nicht, wenn sie einfach so in die Tiefe stürzen. Klar sind sie nicht dumm, aber einmal einem Vögelchen zu eifrig hinterher gegeiert, einmal unachtsam aufs Geländer gesprungen und der Spaß hat sehr schnell ein Ende. Für die Sicherheit der lieben Samtpfoten gibt es hier auch schon für kleinere Geldbeutel und mäkelige Vermieter einfach anzubringende Teleskopstangen und Netze. Es ist wirklich kein Hexenwerk.

Für Fenster sollte man entweder ebenfalls Katzennetz besorgen oder sehr stabiles Fliegengitter, so kann man immer nach Belieben lüften, und die Katze kann rausschauen, und niemand muss sich sorgen. Apropos Lüften: Kippfenster sind leider auch sehr tödlich. Viele Katzen versuchen sich durchzuquetschen, rutschen runter, brechen sich die Wirbelsäule..es ist nicht schön. Auch hierfür gibt es supergünstigen Kippfensterschutz, der mehr als einfach anzubringen ist. Oder man verzichtet aufs Kippen, und öffnet die vernetzten Fenster immer komplett zum Lüften.

 

Ein Balkon bereichert das Leben von Wohnungskatzen, ist er allerdings ungesichert wird er schnell zur Todesfalle.
Ein Balkon bereichert das Leben von Wohnungskatzen, ist er allerdings ungesichert wird er schnell zur Todesfalle.

 

7. Sonstiges Zubehör.

Noch ein paar Kuschelhöhlen, Kuschelbettchen, Kuscheldeckchen und auch Hängematten haben nie geschadet. Auch genießen viele Katzen die Massage einer weichen Naturbürste. Ein Furminator kann auch hilfreich sein, gerade bei den langhaarigeren Genossen muss man ja doch gut auf die Fellpflege achten. Katzengras ist unabdingbar für Stubentiger, da gibt es aber auch noch einige andere tolle Pflanzen die Katzen gerne haben dürfen, ebenso auch für Katzen sehr giftige Zimmerpflanzen von denen man sich lieber verabschieden sollte. Hierzu vielleicht mal ein eigener Blogpost, ansonsten ist Google euer Freund.

 

 

8. Transportbox.

Braucht man immer, egal ob Wohnungskatze oder Freigänger oder anderes Haustier. Für jedes Tier eine, auch wenn sie als Kitten noch prima zu Zweit in eine passen. Denn der Gang zum Tierarzt wird mit dazu gehören. Optimal ist eine leicht zu reinigende Box, in der die Katze sich nicht mit den Krallen verhaken kann. Das schließt Weidenkörbe schon mal aus. Die konventionellen Transportboxen aus Kunststoff tun ihre Dienste. Ich würde empfehlen eine solche Transportbox ohne Türchen, mit Deckchen, irgendwo nett in der Wohnung zu platzieren. Dann kann diese auch als Rückzugsort und Schlafplatz genutzt werden und wird nicht ausschließlich mit weniger angenehmen Erfahrungen assoziiert. Tierarzt oder Autofahren findet ja nun nicht jede Katze so prickelnd.

 

Ja und das war es auch eigentlich schon. Die eigene kreative Bastelfreude kann einem hier sehr behilflich sein, du kannst dich aber auch direkt in unserem Shop nach schönen Dingen für deine Miezen umschauen. Dort gibt es auch gutes Futter, und deine Samtpfoten werden sich im Handumdrehen wie Zuhause fühlen.

 

Wer sich noch intensiver mit dem Thema auseinander setzen möchte, findet sehr schöne Anregungen in dem Buch "Wohnungskatzen" von Gabriele Linke-Grün. Eines meiner Lieblingsbücher in dem Bereich.

 

Alles Liebe, eure Vivi vom Lola&Lumpa-Team

 

 

Schöne Dinge für entspannte, gesunde und glückliche Katzen findest du in unserem Shop. *klick*
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