· 

Hunde, die besten Freunde des Menschen?

Hunde, die besten Freunde des Menschen? https://www.lolaundlumpa.com/2017/08/09/hunde-die-besten-freunde-des-menschen/ #hundehaltung #besterfreund #tierschutz

 

Hunde, achja Hunde.. ich liebe sie wirklich über alles.

Es geht doch nichts über ihre Frohnatur.

 

In Deutschland auf dem zweiten Platz nach der Katze, so ist der Hund in den meisten Ländern immer noch auf dem ersten Platz als beliebtestes Haustier.

Darüber wie lange die Freundschaft zwischen dem Canis familiaris und dem Homo sapiens schon besteht, streiten sich die Forscher heute noch. Zwischen 15.000 und 30.000 Jahren wird oft genannt. Ein in Sibirien gefundener Hundeschädel wird auf 33.000 datiert, ein Schädel aus einer belgischen Höhle auf 36.000 Jahre. Das der Hund vom Wolf abstammt, steht aber mittlerweile so ziemlich fest. Canis lupus familiaris bedeutet soviel wie "der gezähmte Wolf". Eine Studie, die 1997 im "Science"-Magazin veröffentlicht wurde, datiert die Domestizierung des Wolfes sogar mehr als 100.000 Jahre zurück.

 

 

Auch als Arbeitstiere stehen Hunde schon sehr lange an unserer Seite.
Auch als Arbeitstiere stehen Hunde schon sehr lange an unserer Seite.

 

Die vielfältigen Aufgaben der Hunde in unserer Gesellschaft.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich sogar Hunde, die nicht beim Menschen aufgewachsen sind, zu diesem hingezogen fühlen. Diese besondere Beziehung zum Menschen und ihre ausgeprägten Fähigkeiten im Bereich Riechen, Hören und Beobachten, sowie ihr Lernwille und ihre Kooperationsbereitschaft, machen Hunde heutzutage in vielen Bereichen zu wichtigen Partnern für uns. Hunde haben in unserer Gesellschaft viele Berufe eingenommen, von denen sie nicht mehr wegzudenken sind.

Da wären Polizei- und Militärhunde, die unter anderem als Rauschgiftspürhunde, Sprengstoffspürhunde, Schutzhunde und Leichenspürhunde arbeiten. ("Fun"-Fact: Hunde können sogar Leichen riechen, die bis zu 40 Meter unter Wasser sind!)

Dann gibt es natürlich die Rettungshunde, Vermisstenspürhunde und Lawinenspürhunde.

 

Und im sozialen Bereich die Blindenhunde und die Therapiehunde (frei nach dem Motto

"Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund." Hildegard von Bingen)

wie Bewährungshelferhunde, Lesehunde (helfen Kinder beim konzentrierten Vorlesen) und Sozialarbeiterhunde die Krankenhäuser und Altenheime besuchen und sogar bei Demenz erkrankten Personen tolle Erfolge erzielen. Und im medizinischen Bereich die Diabetikerhunde (warnen vor Unterzuckerung), die Epileptikerhunde (warnen vor einem drohenden Anfall) und -noch umstritten- die Krebsspürhunde. Und dann gibt es natürlich noch die klassischen Wach-und Schutzhunde, Jagdhunde, Hütehunde, Schlittenhunde, außerdem Trüffelhunde, Laubholzbockkäferspürhunde – und fürs Entertainment die Filmhunde.

 

 

Kein anderes Haustier hat so viele Aufgaben in unserer Gesellschaft.

 

 

Für die meisten dieser Aufgaben benutzen Hunde ihre wunderbare Nase. Um das Ganze mal zu veranschaulichen. Menschen haben 5 Millionen Riechzellen und benutzen etwa 1 Prozent des Hirns zum riechen. Hunde haben, je nach Rasse, um die 200 Millionen Riechzellen und ihr Riechhirn nimmt rund 10% ein. Experten gehen davon aus, dass Hunde ein bis zu 1 Million mal besseres Riechvermögen haben als wir Menschen. Hunde können eine Duftspur auch noch dann finden, wenn sie von Tausenden anderer Düfte im Alltag überlagert wird. Hinzu kommt ihre ausgeprägte Beobachtungsgabe, denn Hunde können kleinste Bewegungen registrieren, auch minimale Änderungen in unserer Haltung und natürlich auch jede Änderung der Stimmennuance.

 

 

 

 

Die Varietät der Hunde und welche wir besonders lieben.

Heute gibt es rund 400 vom FCI anerkannte Rassen. (Die Dunkelziffer der bisher nicht anerkannten liegt bei etwa 800.) Sie alle wurden für eine zugedachte Aufgabe gezüchtet und sind wie folgt unterteilt: Hütehunde und Treibhunde, Pinscher und Schnauzer - Molosser ,Terrier, Dachshunde, Spitze und Hunde vom Urtyp, Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, Vorstehhunde, Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde, Gesellschafts- und Begleithunde und schließlich Windhunde.

 

Doch aller Rassevielfalt zum Trotz erfreut sich der Mischling größter Beliebtheit bei den Hundehaltern.

Mischlinge erobern den 1. Platz unter den beliebtesten Hunden, was sicherlich auch den Bemühungen zahlreicher Tierschützer zu verdanken ist.

Danach folgen Rassen wie

  • Labrador Retriever
  • Deutscher Schäferhund
  • Chihuahua
  • Französische Bulldogge,
  • Jack Russell Terrier
  • Golden Retriever
  • Australian Shepherd
  • Yorkshire Terrier
  • Border Collie
  • Bolonka Zwetna

2014 lebten in rund jedem 7. Haushalt ein Hund. Das sind immerhin 6,8 Millionen Hunde. Der Trend ist aufwärtssteigend, besonders angesichts der immer mehr beliebten Mehrhundehaltung.

 

 

 

Ist der Mensch auch der beste Freund des Hundes?

Schauen wir uns einmal die andere Seite der Medaille an. Noch im Jahr 2015 wurden 2437 statistisch festgehaltene Hunde für Tierversuche missbraucht und getötet. Doch die Dunkelziffer ist viel höher, da Versuchstiere üblicherweise nicht nach Bedarf sondern auf Vorratshaltung gezüchtet werden, um jederzeit eine gewisse Anzahl von Tieren der einzelnen Arten, Alters- und Gewichtsklassen zu haben, und bereits hierbei viele Tiere aufgrund nicht gewünschter genetischer Veränderungen oder einfach beim Transport zu Tode kommen. (Quelle: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de)

 

Folgende erschütternde Fakten sind auf www.pfotenhilfe-europa.eu zu lesen:

 

  • "Wußten Sie, das es in Bulgarien ca. 250.000 Strassenhunde gibt? Das jährlich 50.000-100.000 Tiere brutalst in sogenannten Tierheimen erschlagen, erdrosselt oder vergiftet werden?
  • Wußten Sie, das es in Rumänien ca. 1 Million Strassenhunde gibt? Das jährlich Tausende in Tötungsstationen brutalst erschlagen, erdrosselt oder vergiftet werden?
  • Wußten Sie, das es in Griechenland ca. 400.000 Strassenhunde gibt? Das jährlich ca. 10.000, kurz vor der beginnenden Urlaubssaison, durch Giftköder ermordet werden?
  • Wußten Sie, das es in Portugal 150.000 -200.000 Strassenhunde gibt? Das jährlich ein Großteil von ihnen vergiftet und erschossen werden?
  • Wußten Sie, das es in Italien ca. 1 Million Strassenhunde gibt? Das dort regelmäßig Giftköder ausgelegt werden?
  • Wußten Sie, das es in Spanien unzählige Strassenhunde gibt? Das jährlich ca. 100.000 Tiere in „Tierheimen“ ermordet werden? Das Galgos teilweise zum Abschuß freigegeben werden? Das jährlich ca. 300.000 Hunde durch „Unfälle“ sterben?
  • Wußten Sie, das es in Ungarn ca. 1,5 Millionen Strassenhunde gibt? Das jährlich 30.000-40.000 Hunde in Tötungsstationen durch erschlagen, erdrosselt, vergiften oder verhungern lassen, ermordet werden?"

 

Und hier sind natürlich noch nicht alle Länder aufgezählt.

In vielen weiteren europäischen Ländern, wie auch Deutschland, ist es nicht immer ungefährlich für die Hunde.

 

Die Todesfälle per Giftköder steigen. Mittlerweile kennt fast jeder Hundehalter mindestens einen Hundebesitzer der Opfer solch einer Gräueltat wurde. Und wie viele Tiere letztendlich still und heimlich im Hinterhof oder Keller getötet werden, kann man natürlich nicht festhalten.

 

Aber ich möchte hier gar nicht depressive Verstimmungen bei meinen Lesern hervorrufen. Ich wollte nur einmal diesen derben Vergleich darstellen, vom Nutzen (neben der Tatsache dass sie einfach fantastische Haustiere, Freunde und Familienmitglieder sind) und dem Leid der Hunde.

Um ein Bewusstsein zu schaffen.

Ein Bewusstsein für das Jetzt und Hier.

Ein Bewusstsein für Dankbarkeit.

Dankbarkeit für unsere wunderbaren Haustiere und Begleiter, Dankbarkeit dafür, dass sie glücklich und gesund an unserer Seite sein können und für jeden Tag den wir mit ihnen verbringen können.

Und für die Erinnerung daran, dass wenn mal wieder ein geliebtes Haustier angeschafft werden soll, der Weg zum Tierschutz sicher eine gute Entscheidung ist.

 

 

 Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

(Antoine De Saint-Exupéry)

 

 

 

Alles Liebe, eure Vivi vom Lola&Lumpa-Team

Kommentar schreiben

Kommentare: 0