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Warum Hunde und Kinder zusammen gehören.

Warum Hunde und Kinder zusammen gehören. https://www.lolaundlumpa.com/2017/09/07/warum-hunde-und-kinder-zusammen-geh%C3%B6ren/ #hundundkind #hundehaltung

Kinder lernen sehr viel durch den Umgang mit Hunden, wie Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Fürsorge, Freundschaft und Rücksichtnahme. Und auch für Hunde hat das Zusammenleben mit dem Menschenkind Vorteile. Kinder leben ebenso wie Hunde im Jetzt, sie lieben Dreck, das Spiel und Abenteuer. Hunde und Kinder geben im Prinzip ein tolles Team ab, wenn beide Parteien den respektvollen Umgang miteinander gelernt haben.

 

 

Ein Push für Immunsystem und Psyche.

Zahlreiche Studien, Wissenschaftler aus Deutschland, Amerika, Finnland und weitere, belegen dass Hunde gut für das Immunsystem für Kinder sind. Babys die mit Hunden aufwuchsen zeigen weniger Anfälligkeit für Allergien, Erkältungen, Ohrinfektionen und müssen seltener Antibiotika nehmen. Ganz besonders im ersten Lebensjahr fördern Bakterien das menschliche Immunsystem. Kanadische Wissenschaftler fanden heraus, dass die Existenz eines Haustieres mit Fell die Vielfalt der Darmbakterien erhöht, was der zukünftigen Gesundheit zu Gute kommt.

 

Aber so ein Felltier hat noch weitere bedeutende Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern. Der regelmäßige Aufenthalt und die Bewegung in der Natur und an der frischen Luft sind ein großer Gesundheitsfaktor. Mit Hund muss man eben täglich raus und das bei Wind und Wetter. Das härtet ab und stärkt wiederum das Immunsystem.

Mehrere Studien rund um Kinder und Schule haben ebenfalls den positiven Effekt von Hunden gezeigt. Sowohl hatten Kinder mit einem Hund als Haustier bessere Noten, eine höhere Konzentrationsfähigkeit und konnten Misserfolge gelassener annehmen, als auch Schulhunde die sich sehr positiv auf ganze Klassen auswirkten. Kinder mit Leseschwäche, die Hunden vorlasen, konnten ihre Lesefähigkeit um zwölf Prozent verbessern. Sehr unruhige und auch hyperaktive und aggressive Kinder, zeigten sich ruhiger und entspannter. Schüchterne, in sich gekehrte Kinder kamen mehr aus sich heraus und wurden mutiger.

 

Jugendliche Hundehalter sollen besser mit Pubertätsproblemen und Stimmungsschwankungen zurecht kommen, größeres Interesse an Freizeitaktivitäten wie Sport oder Musik haben und weniger den Drogen und der Kriminalität zugewandt sein. Hunde helfen überschüssige Energien abzubauen und wirken sogar positiv bei Depressionen.

 

 

Wie Kinder den richtigen Umgang mit Hunden lernen.

Kinder lernen vor allen Dingen durch Nachahmung, soll heißen die Eltern müssen als gutes Vorbild voran gehen. Das gilt auch für den Umgang mit Hunden. Dass man dem Hund keine Schokolade gibt, sich in seiner Gegenwart möglichst nicht wild fuchtelnd und schreiend gebärt und ihm nicht einfach im Gesicht herum tatscht, müssen Kinder erstmal verstehen und lernen. Folgende Regeln sollten Kinder stehts einhalten:

  • den Hund nicht beim Fressen stören
  • den Hund nicht beim Schlafen stören
  • Abstand zu den Zähnen halten
  • den Hund niemals ärgern
  • den Hund nicht in eine Ecke drängen
  • Vorsicht vor fremden Hunden!
  • Bei fremden Hunden gilt immer:
  • den Besitzer fragen ob man ihn streicheln darf
  • den Hund an sich schnuppern lassen
  • viele Hunde mögen es nicht am Kopf gestreichelt zu werden
  • nicht über den Hund beugen
  • von der Seite nähern, nicht frontal
  • dem Hund nicht direkt in die Augen starren
  • warten bis der Hund auf einen zukommt, nicht bedrängen
  • nicht zu laut sein und keine hektischen Bewegungen machen
  • den Hund nicht umarmen

Einiges hiervon kann man eigentlich auch für den eigenen Hund geltend machen. Manches fällt aber weg, weil Mensch und Hund sich innerhalb der Familie so gut kennen, und das Tier auch einschätzbarer für den Menschen ist.

 

Bei einer Studie in Graz wurde übrigens festgestellt dass 25% der Beißvorfälle mit dem Familienhund passierten und rund 75% mit fremden Hunden. Diese Vorfälle könnte natürlich massiv eingedämmt werden, wenn Kinder bereits von klein auf den richtigen Umgang lernen würden (und einige Hundehalter vorausschauender agieren würden). Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) hat hierfür die Broschüre „12 Regeln für den Umgang mit Hunden“ herausgegeben. Diese Broschüre mit Übungsheft, Expertenkarten und Poster gibt es zum selbst ausdrucken als kostenlosen PDF Download auf der Homepage. Das spielerische Lernen funktioniert mit Kindern sehr gut und wenn die Eltern die selbst Hundeneulinge sind, lernen gleich alle was dabei.

 

 

Den Hund auf ein kommendes Baby vorbereiten.

Grenzen und deren liebevolle aber stehts konsequente Einhaltung sind das A und O. Wenn gewisse Grenzen so strikt verankert sind, dass sie niemals wanken und niemals ausnahmsweise aufgehoben werden, dann gehen sie in Fleisch und Blut über und werden schon rein aus Gewohnheit eingehalten. Dieses Prinzip ist so wichtig, auch später wenn man den Kindern den Umgang mit den Hunden lehrt, denn wenn man sich hier diszipliniert zeigt, spart man sich unendlich viel Arbeit und Stress.

Wenn man erfährt dass man schwanger ist, besonders wenn es die erste Schwangerschaft ist, kann man sich schon mal überfordert fühlen. Doch keine Sorge, das ist wirklich kein Grund, den Hund abgeben zu müssen.

 

Zunächst ist es gut, sich mit dem Partner und oder der Familie zusammen zu setzen und neu zu überdenken, welche Grenzen im Zusammenleben mit einem Baby für Hund sinnvoll wären. Zum Beispiel ist Liegen auf der Couch, oder gar das spielerische Hochspringen auf diese, sehr ungünstig wenn dort gerade ein Baby oder Kleinkind sitzt, liegt, spielt oder schläft. Die Unfallgefahr muss immer bedacht und vorgebeugt werden. Auch das Schlafen des Hundes im Bett könnte sich als ungünstig erweisen, wenn man dort vielleicht auch Stillen möchte und so manch eine Schwangere stellt vielleicht fest, dass sie plötzlich eine viel niedrigere Toleranzschwelle hat, was die Hygiene angeht. Plötzlich stören die Hundehaare und Pfotenabdrücke. Was nicht heißt, dass die Liebe zum Hund flöten gehen muss, doch man ist eben in anderen Umständen und dieses kleine Wesen in einem bestimmt die ganze Welt.

 

Man kann diese Welt aber wunderbar mit Hund teilen, wenn man einfach ein paar kleine Änderungen vornimmt. Der Hund muss leider lernen, dass er nicht immer die erste Geige spielen kann, wenn er das möchte. Es ist wichtig dass die Ressourcenverteilung, wie eben auch Aufmerksamkeit und Spiel, vom Menschen geregelt wird. Damit meine ich nicht, dass der Hund ab sofort komplett zurückstecken muss und vernachlässigt wird. Es ist sehr wichtig, dass als vollwertiges Familienmitglied nach wie vor seine Bedürfnisse gestillt werden, jedoch kann er sich durchaus an neue Routinen und Regeln gewöhnen und anpassen.

 

Wenn Hunde die Schwangerschaft als Vorlaufzeit und Umgewöhnungsphase haben, zeigen sie sich meist sehr babykompatibel und können sogar als Entwicklungshelfer fungieren. Bereits kleine Babys finden Hunde oft interessanter als ein Mobile und später animiert dieser zum hinterher krabbeln. Beim Krabbelalter wird es nochmal interessant, unter anderem weil das Kind nun überall heran kommt und gerne mal an Schwanz und Ohren zieht und auch weil der Hund sich bedrängt fühlen könnte, oder das quieckende purzelnde Kind den Beutetrieb wecken könnte.

Daher ist es wichtig immer die Situation gut zu beobachten und dem Hund beizubringen in Gegenwart des Kindes stehts ruhig zu bleiben und keine wilden Spiele anzufangen.

 

Eine prima Idee ist es auch, während der Schwangerschaft schon öfters Freunde mit Babys zu besuchen oder den Hund an einen Buggy zu gewöhnen. Manche Hunde finden dieses Teil anfangs seltsam und es macht das Leben leichter, wenn sie vorab lernen auch hier entspannt Beifuß zu gehen.

Ebenso kann ein Kinderzimmer bereits als Tabu-Raum festgelegt werden. Und auch der geliebte Hund sollte einen "sicheren" Schlafplatz, eine Ruhezone haben, in die er sich zurückziehen kann und wo ihn das Kind nicht stören darf.

Das Schöne ist ja, dass man einige Monate Zeit hat. Perfekt, um den Hund in kleinen Trainingsschritten an alles heran zu führen und die neuen Grenzen und Regeln zu etablieren.

 

 

Simplify your life.

Um das Leben noch einfacher und stressfreier zu gestalten empfehle ich:

Die Tragetasche statt den Kinderwagen zu nehmen, hat zum einen große Vorteile für die Mutter-Kind-Bindung, denn das Urvertrauen und Sicherheitsgefühl des Babys, ebenso seine Motorik und Verdauung werden positiv beeinflusst, zum anderen ist es aber auch einfach herrlich praktisch beim Gassigehen!

Treppensteigen, Querfeldeingehen, über Stock und Stein, durch die wildesten Wälder – alles kein Problem mit Baby vorm Bauch. Mit Kinderwagen sieht die Sache etwas kritischer aus.

Und die Gittertüren oder Trenngitter erleichtern einem einfach das gemeinsame Leben im Haushalt, auch weil man das Kleinkind so von Futterplätzen und Ruhezonen des Hundes fernhalten kann und sie auch mal getrennt werden können, wenn man eben mal auf die Toilette muss.

 

Denn trotz aller Vorbereitung gilt als wichtigste Regel:

Hund und Kind niemals gemeinsam alleine und unbeaufsichtigt zu lassen!

Selbst der liebste, souveränste Hund, der vielleicht mit dem Kind aufwuchs und seit Jahren in der Familie lebt, könnte mal zuschnappen, wenn dieses ihm vielleicht aus Versehen Schmerzen zufügt. Daher bitte immer gut beobachten und Unfälle so gut es geht vermeiden!

 

 

"Hunde wurden speziell für Kinder gemacht. Sie sind die Götter der Fröhlichkeit."

(Henry Ward Beecher)

 

 

 

In diesem Sinne, alles Liebe, eure Vivi vom Lola&Lumpa-Team

 

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