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Abkühlung Teil I : 15 Tipps für heiße Tage und coole Hunde.

 

Endlich kommen die schönen heißen Sommertage auf uns zu. Damit sie aber auch unsere geliebten Fellnasen unbeschadet überstehen, habe ich euch einige Ideen zusammen getragen wie ihr ihnen Abkühlung verschaffen könnt.

 

 

Zuerst aber noch etwas zum Thema Überhitzung.

Hunde können nicht wie wir Menschen schwitzen, sondern regulieren ihre Temperatur hauptsächlich mithilfe von Mund, Zunge und Nase, über das Hecheln. Ein wenig schwitzen können sie über die Pfoten, aber dort befinden sich ihre einzigen Schweißdrüsen. Besonders brachycephale Rassen, also kurznasige, wie Bulldogge und Mops können schnell überhitzen.

 

Und da wären wir auch wieder beim dramatischen Thema "Hund im Auto lassen".

Jedes Jahr aufs Neue hören wir von allen Seiten, im Internet, Fernsehen, Radio und Zeitung, dass man den Hund im Sommer besser nicht im Auto lassen sollte.

Und jedes Jahr aufs Neue gibt es zahlreiche Opfer, weil doch mal wieder jemand dachte die fünf Minuten würde das Tier schon schaffen. Es soll sogar Kinder geben die dieser leichtsinnigen Dummheit zum Opfer fallen.

Also greife ich das Thema hier nochmal kurz auf, auch wenn ihr das wahrscheinlich alle schon tausend Mal gehört habt. Eventuell rettet es doch dem ein oder anderen das leben, wenn es hier nun noch einmal steht. 

 

 

Keine Hunde im Sommer im Auto lassen!

 

Auf keinen Fall dürfen Tiere (oder Kinder !)

bei Temperaturen ab 20 Grad Celsius im Auto zurückgelassen werden!

Nicht einmal für fünf Minuten!

 

Es ist eine Tatsache dass sich geschlossene Autos innerhalb weniger Minuten in der Sonne massiv erhitzen. So wird das Auto zum Backofen und brät seine Opfer unaufhaltsam. Im heißen Wageninneren können Hunde schnell irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand erleiden.

 

 

Anzeichen für Überhitzung.

  • starkes Hecheln
  • Apathie
  • Nervosität
  • Taumeln
  • eine dunkle Zunge
  • ein glasiger Blick
  • Erbrechen

Wenn ihr einen Hund oder ein anderes Lebewesen seht, das im Auto eingesperrt ist, zögert bitte nicht, sofort die Polizei zu rufen – ihr könntet damit ein Leben retten!

 

 

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Überhitzung.

  • sofort in den Schatten bringen
  • handwarmes bis leicht kühles Trinkwasser anbieten – bitte nicht eiskalt!
  • den Körper mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser abkühlen, zum Beispiel mit einem nassen Handtuch
  • anschließend umgehend zum Tierarzt – auch wenn sich der Zustand scheinbar verbessert hat

 

So, nun da wir dieses wichtige Thema abgehandelt haben kommen wir aber zur Alltags-Prophylaxe gegen die Hitze. 

 

15 Tipps für heiße Tage und coole Hunde.

 

1. Schatten spenden. Falls nicht gerade Bäume wohligen Schatten spenden, kann man sich mit Sonnensegel, Sonnenschirm und Strandmuscheln behelfen.

 

2. Immer ein frisch gefüllter Wassernapf. Im Sommer auch im Garten einen großen Wassernapf anbieten. Oft werden Eiswürfel im Napf vorgeschlagen, dies würde ich aber wirklich nur an sehr heißen Tagen in einem großen Napf empfehlen um das Wasser etwas länger angenehm kühl zu halten. Eiskalt sollte es nämlich nicht sein, das bekommt den Tieren nicht gut. Es gibt aber auch praktische Kühlnäpfe

 

3. Den Hund abduschen. Ob Dusche, Wanne, oder Gartenschlauch – oder wie wäre es denn mal mit einer Gartendusche oder eine lustigen Sprinkleranlage? Danach kann der Hund freudig nass herumspringen und die Verdunstung bietet ihm angenehme Kühlung.

 

4. Einen Hundepool anbieten. Nicht jeder Hund liebt das, aber einige planschen da sehr gerne drin oder legen sich einfach komplett rein. Die Betonung liegt aber auf HUNDE-Pool. Damit sind kleine sehr robuste Planschbecken gemeint. Seien es nun tatsächlich als Hundepool vermarktete oder einfach eine zweckentfremdete Sandmuschel. Auch im großen Pool von Herrli und Frauli kann ein Hund schwimmen. Jedoch sollte solch ein Pool niemals unbeaufsichtigt offen gelassen werden, da auch dies leider jedes Jahr neue Todesopfer durch Ertrinken zollt, da der Ausstieg nicht möglich ist oder nicht gefunden wird. Seien es nun Hunde, Katzen oder sogar Kinder.

 

5. Schwimmen gehen. Gehen Sie doch einfach mal mit ihrem Hund schwimmen! Es gibt wunderschöne Hundestrände und auch einige Baggerseen erlauben Hunde. Und zum Ende der Saison heißt es auch in manchen Freibädern "freie Fahrt für Hunde". Tipp: besorgen Sie ihrem Liebling schwimmfähiges Spielzeug, dann gibt es gleich doppelt Spaß.

 

 

6. Nasse Handtücher auf den Boden legen. Falls Sie nicht gerade Parkett oder Dielen haben und in einer schlecht klimatisierten Wohnung leben, können nasse Handtücher auf dem Boden Abhilfe schaffen. Sie kühlen die direkte Umgebung durch Verdunstung ab und werden gerne zum darauf liegen angenommen.

 

7. Kühlmatten. Die schickere und trockene Variante wären Kühlmatten. Diese findet ihr in unserem Shop, sie eignen sich auch prima für den Kofferraum oder die Hundebox. Die Gefahr einer Unterkühlung besteht nicht, da das Kühlgel nur auf 3-4° unter Körpertemperatur abkühlt.

 

8. Kühlhalstücher. Auch als Halstuch ist die kühlende Variante erhältlich. Es wird kein Gefrierfach oder Kühlschrank benötigt, man legt es einfach in kaltes Wasser und danach kann der Hund mehrere Stunden angenehme Kühlung genießen. Auch zu finden in unserem Shop!

 

9. Ein nasses Shirt oder Tuch um den Hund legen. Günstige Alternative und erste Hilfe bei Überhitzung. Bitte wieder darauf achten dass es nur handwarm bis leicht kühl und nicht eiskalt ist!

 

10. Kong aus dem Eisfach. Der Kong, ein vielseitig einsetzbares Wunderding. Auch im Sommer perfekt einsetzbar. Einfach lecker befüllen, ab ins Eisfach und später kann Hundi sich lange damit beschäftigen und ganz nebenbei abkühlen.

Hier ein simples Rezept: einfach Feuchtfutter (Fleischbrei, Nassfutter oder eingeweichtes Trockenfutter) mit Naturjoghurt vermischen – einfrieren – et voilà!

 

11. Regelmäßiges Bürsten. Besonders langhaarigen Rassen mit viel Unterwolle ist hiermit gut geholfen um etwas mehr Luft an die Haut zu bringen. Je nach Rasse kann auch ein Besuch beim Hundefrisör sinnvoll sein. Achtung nicht jedem Fell tut eine Rasur gut! Insbesondere ursprünglichere Hunderassen deren Fell für das Draußenleben gezüchtet war, wie zum Beispiel Hütehunde, können durch regelmäßiges Rasieren noch mehr Unterwolle bekommen. Außerdem hat die Haut bei einer zu kurzen Rasur keinen Sonnenschutz und Luftpuffer mehr. Es wird dem Hund am Ende noch heißer und es droht Sonnenbrand.

 

12. Gassizeiten verlegen. Statt Mittags die große Runde zu gehen, sollte man im Sommer die Gassirunden auf früh morgens und spät abends verschieben und oder den Wald statt das offene Feld bevorzugen. Nicht nur ist es dann um einiges angenehmer für Mensch und Hund, auch schützt es vor Pfotenverbrennungen durch zu heißen Asphalt und Sonnenstich.

 

 

Für unterwegs:

 

13. Faltnäpfe oder spezielle Hundetrinkflaschen mit integriertem Napf. Besonders bei längeren Gassirunden sollte man seinem Hund zwischendurch etwas Wasser zum Trinken anbieten.

 

14. Immer eine Wasserflasche und Napf im Auto dabei haben. Tipp: damit das Wasser nicht bald zum Tee wird, kann man einfach eine Thermohülle drum herum machen oder direkt eine Thermosflasche benutzen.

 

15. Lasst euren Hund ruhig mal richtig Hund sein. Lasst ihn sich in Matschpfützen einsudeln. Schweine tun das schließlich auch zur Abkühlung. Und Zuhause gibt es dann einfach eine Dusche zum Sauberwerden, welche wiederum abkühlend wirkt. 

 

 

Bitte vermeiden:

  • Autofahren mit offenem Fenster kann bei übermäßigem Fahrtwind zu Augenentzündungen führen. Manche Tiere reagieren auch sehr sensibel auf Klimaanlagen und Ventilatoren. Für den Kreislauf ist es auch schlecht, wenn Innentemperatur und Außentemperatur sich massiv unterscheiden.
  • Nicht aus Pfützen trinken lassen! Wenn es frisch geregnet hat kann das noch gut gehen, aber besonders bei stehenden Pfützen herrscht Leptospirose-Gefahr! Eine Infektion macht sich durch Erbrechen,Durchfall, häufigem Harnabsatz und gelben Schleimhäuten bemerkbar. Die Leptospirose ist eine Zoonose, also auch auf den Menschen übertragbar! Übrigens: auch mit Giardien kann sich der Hund beim Pfützesaufen anstecken.
  • Übermäßige Anstrengung vermeiden. Was für euer eigenes Tier übermäßig ist, könnt ihr selbst am besten einschätzen. Ein Border Collie wird wohl allgemein noch leistungsfähiger sein, als eine Bulldogge. Aber zu sportlichen Höchstleistungen in der Mittagssonne sollte man auch diesen nicht antreiben.

 

Teil II: 7 Tipps für heiße Tage und coole Katzen.

Teil III: 16 coole Sommer-Tipps für Kleintiere und Gartenbewohner.

 

Genießt die Sonne! 

 

Alles Liebe, eure Vivi vom Lola&Lumpa-Team

 

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