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Abkühlung Teil III : 16 coole Sommer-Tipps für Kleintiere und Gartenbewohner.

Im letzten Teil unserer Abkühl-Serie bekommt ihr ein paar Tipps für die kleineren Fellkinder und die Vögel und Insekten in eurem Garten.

 

 

Hier gehts zu Teil I mit Tipps für Hunde und hier zu Teil II mit Tipps für Katzen !

 

 

 

Hitzschlag bei Kleintieren.

Bei Kleintieren kann es im Sommer schnell zu einem Hitzschlag kommen. Besonders gefährdet sind Meerschweinchen und Kaninchen, die bereits ab 30° Probleme haben ihre Körperwärme zu regulieren. Kleintiere können weder schwitzen noch hecheln.

Auch sind sie in ihrem Bewegungsraum stark begrenzt, da sie in Käfigen oder Gehegen leben. Das heißt wenn Mensch nicht für eine kühle Umgebung sorgt, haben sie keine Chance der Hitze zu entkommen. Nachtaktive Tiere werden die warmen Sommertage vermutlich in ihrem Häuschen verschlafen, achtet aber bitte auch bei ihnen auf Abkühlung!

 

 

Anzeichen für Überhitzung.

 

  • Apathie
  • seitliches Liegen
  • schnelle Flankenatmung

 

Wie bei Hund und Katze sollte man auch Kleintiere als erste Hilfsmaßnahme in ein kühles, feuchtes Handtuch wickeln und sich schnellstens auf den Weg zum Tierarzt machen. Gegebenenfalls kann man auch versuchen ihnen etwas Wasser mittels Pipette oder Einmalspritze einzuflössen.

 

Schnelles Handeln ist lebenswichtig, denn es besteht die Gefahr eines Kreislaufversagens!

 

 

Kleintiere und Nager kühl halten.

1. Das A und O sind gute Belüftung und Schatten! Und das gilt sowohl für Tiere in Innen- als auch in Außenhaltung.

Für Tiere in Innenhaltung gilt: der Käfig oder das Gehege dürfen nicht direkt in der Sonne stehen. Mit Jalousien oder Handtüchern kann Schatten verschafft werden. Bei der Handtuchmethode ist aber zwingend auf ausreichende Belüftung zu achten!

Tiere in Außenhaltung benötigen einen gut belüfteten, schattigen Freilauf. Ein absolutes Muss über einem Freilauf ist der Sonnenschutz! Zusätzlich sind dann noch kühle Unterstände anzubieten

 

2. Kühlende Materialien zur Inneneinrichtung verwenden. Statt Holz, sollte man im Sommer eher auf Häuser aus Keramik zurückgreifen. Röhren aus Ton spenden mehr Kühle als Kork- oder Weidenrohre. Und für eine kühle Liegefläche eignen sich Schieferplatten oder Fliesen. Im Gartenbedarf des Baumarktes lassen sich auch einige Dinge finden, die man hervorragend zweckentfremden kann. Einige Beispiele wären Pflanzringe und Pflanzsteine (hochkant aufgestellt) oder U-Steine aus Beton. 

 

 

3. Ausreichend Wasser anbieten. Logischerweise sollte auch stehts ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen. Am besten nicht nur in Trinkflaschen, sondern auch in Näpfen und flachen Schalen. Bei großer Hitze tauchen die Tiere auch gerne mal die Pfötchen oder Ohren ins kühle Nass. Eine super Idee ist es auch, die Trinkflasche des Außengeheges in eine Thermoschutzhülle zu packen. So haben die Tiere den ganzen Tag über angenehm temperiertes Wasser, statt Tee.

 

4. Wasserhaltiges Futter anbieten. Zusätzlich kann man seine Kleintiere auch gut über wasserhaltiges Futter mit Flüssigkeit versorgen. Hierfür eignen sich zum Beispiel prima Wassermelone und Gurke. 

 

 

5. Den Käfig von außen abkühlen. Ob nasse Handtücher um den Käfig gelegt (auf ausreichende Luftzufuhr achten!), Kühlakkus oder Flaschen mit gefrorenem Inhalt auf den Käfig gelegt – etwas Kühlung von außen verschafft Erleichterung ohne dass die Tierchen sich unterkühlen können.

 

6. Kühlakkus direkt im Gehege oder Käfig. Wenn es sehr heiß ist, kann man die Kühlakkus, statt einfach nur auf dem Käfig, auch direkt hinein geben. Dafür wickelt man diese (oder eine gefrorene Wasserflasche) einfach in ein Handtuch. Eine Variante wäre ein umgedrehter Blumentopfuntersetzer. Unter diesen kann man auch prima einen Kühlakku platzieren, obendrauf ein Handtuch und fertig ist der kühle Liegeplatz.

 

7. Eis im Einmachglas. Eine weitere Idee ist ein mit Eiswürfeln gefülltes Einmachglas ins Gehege zu stellen. Bei übermäßiger Hitze finden die Kleintiere in dessen Nähe eine kühlende Umgebung.

 

8. Feuchter Sand für coole Wühler. Hamstern, Rennmäusen und Chinchillas kann man den Badesand anfeuchten. So können sie sich problemlos abkühlen ohne patschnass zu werden. Eine weitere Idee wäre den Sand vorab im Kühlschrank zu lagern, sodass er nicht feucht aber dafür bereits kühl ist.

 

 

9. Wasserspiele. Für manche Kleintiere, wie zum Beispiel Ratten, bieten sich auch Wasserspiele an. Ratten lieben es wenn man ihnen große, flache, mit Wasser befüllte Schalen anbietet, aus denen sie Mais fischen können. Ein nasser Spaß mit lecker Belohnung.

 

10. Mit einem feuchten Lappen abreiben. Auch Kleintiere kann man mit einem feuchten Lappen abreiben. Kaninchen empfinden es als besonders angenehm so ihre Löffel gekühlt zu bekommen.

 

11. Außenställe isolieren. Eine (Styropor-)Isolierung hält die lieben Nasen nicht nur im Winter warm, sondern auch im Sommer kühl!

 

12. Verstärkte Hygiene. Im Sommer sollten im Gehege besonders oft die Futterreste entfernt und Pipiecken gereinigt werden, denn die Wärme begünstigt die Vermehrung von Bakterien und Keimen in Käfig und Futternapf. 

 

13. Achtung vor Zugluft! Ventilatoren und Klimaanlagen schaffen zwar eine kühle Raumtemperatur, können aber auch gefährlich werden. Kleintiere reagieren empfindlich auf Zugluft und können dieser, durch die Begrenzung ihres Käfigs, nicht so ausweichen wie Katzen oder Hunde. Dies führt dann leider schnell zu Erkältungen und Augenentzündungen.

 

 

Im Garten: Summer, Brummer und Flatterfreunde.

Obwohl viele sie als lästiges Ungeziefer wahrnehmen, ist es mittlerweile bekannt und bestätigt welch wichtige Rolle Insekten für unser Ökosystem spielen.

Und einige dieser wichtigen Summer und Brummer sieht man immer seltener. Die schöneren und beliebteren, wie Bienen und Schmetterlinge, sind bereits in den Fokus gerückt. Und so wird versucht diesen mit Hilfe von bestimmten Blumen und Insektenhäusern wieder einen besseren Lebensraum in unseren Gärten zu schaffen.

 

1. Abkühlung für die Sechsbeiner. Auch den Insekten könnt ihr im Sommer eine willkommene Abkühlung verschaffen. Füllt einfach eine flache Schale, zum Beispiel einen Blumentopfuntersetzer, mit Murmeln oder kleinen Kieselsteinen und gießt dann frisches Wasser hinzu. So können die Kleinen sich erfrischen ohne zu ertrinken. 

 

2. Pool abdecken. Wenn er nicht gerade in Benutzung ist, deckt doch bitte euren Pool ab. So bleibt er länger sauber und kein Lebewesen muss einen Ertrinkunstod erleiden.

 

3. Vogeltränken. Auch unsere Vögel brauchen dringend ausreichend frisches Wasser. Bitte reinigt eure Vogeltränken täglich und befüllt sie frisch. Denn ebenso wie in Pfützen sammeln sich hier sonst Bakterien.

Auch sollten die Vogeltränken erhöht und an einem ruhigen Ort stehen und ausreichend groß sein, dass gleich mehrere Vögel sich dort bedienen und auch plantschen können.

Die gefiederten Freunde werden es euch danken! 

 

 

 

Habt ihr noch mehr Ideen um unseren tierischen Freunden Abkühlung zu verschaffen? Lasst mir einen Kommentar da, ich würde mich freuen.

 

 

Alles Liebe, eure Vivi vom Lola&Lumpa-Team

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