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9 Fakten über Zecken - zum Staunen und Gruseln

  

Was sind das eigentlich für kleine lästige Biester die Jahr für Jahr von Frühling bis Herbst und manchmal sogar noch in den Winter hinein, wenn dieser zu lau wird, ihr Unwesen treiben?

 

1. Zecken sind Ektoparasiten die zur Klasse der Spinnentiere und Unterklasse der Milben gehören. Als Parasit benötigen sie andere Lebewesen von deren Blut sie sich ernähren.

2. Zecken sind ganz schön robust. Sie können jahrelang auf die nächste Mahlzeit warten, in einem Labor soll eine Zecke 10 Jahre lang ohne eine Blutmahlzeit überlebt haben. Im Gefrierfach können Zecken bei -12° für 24 Stunden überleben. Unter Wasser können sie bis zu 3 Wochen überleben. Das einzige was Zecken wirklich absolut nicht vertragen ist Trockenheit. Am wohlsten fühlen sie sich am Waldrand wo es feucht und warm ist.

 

 

3. Es gibt rund 900 Zeckenarten auf der Welt. Zu den bekanntesten zählen der gemeine Holzbock, die braune Hundezecke und die Auwaldzecke. Letztere parasitiert am häufigsten am Menschen. Der wichtigste Krankheitsüberträger ist jedoch der gemeine Holzbock.


4. Der sogenannte Zeckenbiss ist eigentlich ein Zeckenstich. Zecken reißen mit ihrem Mundwerkzeug die Haut auf und bohren dann mit ihrem Stechapparat ein Loch. Das an der Stichstelle nachfließende Blut saugt die Zecke dann immer wieder ab. Dieser Vorgang dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Der langrüsselige Holzbock verankert sich hierfür mit seinem Mundwerkzeug. Es gibt aber auch Zeckenarten die dank einer leim-und kittartigen Substanz haften bleiben.

 

 

5. Zecken haben 3 Lebensphasen. Aus etwa 2000 bis 5000 Eiern schlüpfen im ersten Stadium die Larven. Als Larven sind ihre Wirte Kleinnager wie Mäuse, hier holen sie sich auch die Krankheitserreger. Im zweiten Stadium wird die Zecke zur Nymphe. Zecken im Nymphenstadium kommen am häufigsten vor. Sie befallen bevorzugt größere Wirte wie Hunde, Menschen und natürlich Wildtiere. Von den vielen Eiern schaffen es nur etwa 2 Zecken ins adulte Stadium. Jetzt ist die Zecke geschlechtsreif. Das Männchen sucht sich ein Weibchen zum paaren und stirbt dann. Nach der Paarung saugt das Weibchen noch einmal bis zu 10 Tage lange Blut bei einem Wirt. Danach legt sie ihre Eier und stirbt ebenfalls.


6. Zecken benötigen in ihrem Leben drei Blutmahlzeiten. Das Weibchen zusätzlich noch eine vierte, besonders ausgiebige, um ihre Eier zu legen.

Zur Eiablage sucht das Zeckenweibchen eine geschützte Stelle am Boden. Dieser Vorgang kann mehrere Tage in Anspruch nehmen, da die Zecke pro Ei etwa 10 Minuten benötigt.

 

 

7. Zecken leben bis zu 5 Jahre. Wenn sie nicht durch Trockenheit sterben oder Verhungern, stirbt das Männchen wie oben bereits beschrieben nach der Paarung und das Weibchen nach dem Eierlegen eines natürlichen Todes.


8. Es konnten verschiedene Vorgehensweise bei Zecken beobachtet werden. Die einen lauern auf Pflanzen (bis zu einer Höhe von 1,50m) und halten sich mit den Hinterbeinen an vorbeigehenden Wirten fest, während die anderen sich aktiv auf die Suche nach Wirten begeben. Dabei werden sie bis zu 8km/h schnell und sind somit schneller als Weinbergschnecken.

 

 

9. Zecken haben chemische Sinne. Dank ihres Haller-Organs, welches sich an ihren Vorderbeinen befindet und verschiedene Chemorezeptoren trägt, können Zecken Stoffe wie Ammoniak, Kohlendioxid, Milchsäure und Buttersäure erkennen. Bei ihrem Lauerangriff reagieren sie zudem auf Lichtveränderungen und Vibrationen, die einen herankommenden Wirt anzeigen.

 

Ganz interessant einmal in die Welt der Zecken zu blicken, nicht wahr?

 

Im nächsten Beitrag stelle ich euch natürliche Abwehrmittel gegen Zecken vor, denn ab etwa 7° werden sie aktiv, wir sind also längst mitten in der Zeckenzeit!

Und hier findet ihr ein super Rezept für selbstgemachte Anti-Zecken-Leckerlies.

 

 

Liebe Grüße, eure Vivi vom Lola&Lumpa-Team

 

 

 

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(Quellen: wikipedia.org, zecken.de, planet-wissen.de, zeckenrollen.de, impfen.de)  

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